Splash Screen entfernen (Suse Linux)
Wählt man bei der Installation von Suse Linux 8.0 und 8.1 (evtl. auch bei anderen Versionen) die grafische Installation aus, so wird nach der Installation standardmäßig die erste Konsole (auf die man mit Hilfe der Tastenkombination Strg+Alt+F1 wechseln kann) grafisch hinterlegt. Diese Hinterlegung wird auch als Splash-Screen bezeichnet.
Auch der Bootloader Lilo erscheint dann nicht mehr im gewohnten Textmodus sondern im "Suse-Grün".

Unterdrücken des Splash-Screens bei der Konsole


Um sein System auf die textbasierte Konsole umzustellen (also den Splash-Screen zu unterdrücken), muss man die Konfigurationsdatei /etc/lilo.conf des Bootloaders Lilo editieren und die Zeile append="vga=791 splash=0" einfügen.

Lässt man die Option vga weg, so wird eine Standard-Textkonsole angezeigt. Diese ist allerdings meist auf eine geringe VGA-Auflösung von 640x480 Pixel beschränkt. Bei hochauflösenden Monitoren führt dies zu einer überdimensional großen Schrift.

Man sollte daher für vga einen geeigneten Wert eintragen, z.B. vga=791 (1024x768 Auflösung mit 16 Bit Farbtiefe). Meist steht in der /etc/lilo.conf ohnehin schon ein Wert für vga, den man auch für den append-Eintrag benutzen sollte.

Durch Angabe der Option vga=ask wird beim Systemstart eine Auswahl von VGA-Modi angezeigt. Hat man den passenden und gewünschten Modus gefunden, kann dieser auch später noch statt vga=ask in die lilo.conf eingetragen werden.


Unterdrücken des Splash-Screens bei Lilo

Um auch Lilo auf den textbasierten Modus umzustellen, muss wiederum die Datei /etc/lilo.conf editiert werden. Dabei muss der Eintrag message = /boot/message entweder durch Voranstellen des Zeichens # auskommentiert oder die Zeile vollständig entfernt werden.
 

Beispiel

Die Datei /etc/lilo.conf könnte dann z.B. so aussehen (Änderungen sind markiert):

boot = /dev/hda
change-rules
    reset
read-only
menu-scheme = Wg:kw:Wg:Wg
lba32
prompt
timeout = 80

#message = /boot/message
append = "vga=791 splash=0"

image = /boot/vmlinuz
    label = linux
    initrd = /boot/initrd
    root = /dev/hda6
    vga = 791

image = /boot/vmlinuz.suse
    label = failsafe
    append = "ide=nodma apm=off acpi=off"
    initrd = /boot/initrd.suse
    optional
    root = /dev/hda6
    vga = 791

other = /dev/hda1
    label = windows

image = /boot/memtest.bin
    label = memtest86

Lilo aufrufen

 Wichtig: Um die Änderungen der /etc/lilo.conf wirksam zu machen, muss der Befehl lilo als Benutzer root ausgeführt werden.
Damit wird der Bootloader Lilo aufgerufen. Das ist nötig, damit Lilo auch etwaige Fehler vor dem nächsten booten erkennt und falsche Änderungen erst gar nicht wirksam werden.


vga Frambuffer Modi

Die folgende Tabelle enthält die verschiedenen Framebuffer Modi, die unter vga=xxx eingetragen werden können:
 

Farbtiefe640x480800x6001024x7681280x1024
8 bit 769771 773775
15 bit 784 787790 793
16 bit 785 788 791794
24 bit 786789 792 795


Autor: Baitronic