| Software installieren | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Verschiedene Arten der Installation
nach obenInstallations-Programm deiner Distribution
Installations-Programm des Software-Anbieters
#Datei entpacken user@sonne> tar -xzf linux-ar-405.tar.gz Danach führst du im Verzeichnis ILINXR.install als root folgendes aus: #AcrobatReader installieren user@sonne> ILINXR.install # ./INSTALL Dann wird dir der Lizenzvertrag mit less angezeigt; beenden mit <q>, dann den Vertrag durch Eingabe von "accept" akzeptieren, nun den Installations-Pfad angeben (der
vorgeschlagene ist ganz ok), das Neuanlegen des Verzeichnisses bestätigen und das wars : .... Do you want to create it now? [y] y Installing platform independent files ... Done Installing platform dependent files ... Done ... Nun kannst du den AcrobatReader ausführen: #AcrobatReader ausführen user@sonne> /usr/local/Acrobat4/bin/acroread ACHTUNG !! Adobe hat eine fiese Falle eingebaut: Es gibt noch einen anderen "acroread" (Reader/intellinux/bin), der ist falsch !!! Da diese Eingabe etwas lang ist, macht du dir unter Gnome/KDE einen Button dafür, oder erweiterst den PATH oder kopierst acroread nach /usr/bin oder legst mit user@sonne> ln -s /usr/local/Acrobat4/bin/acroread /usr/bin/acroread einen symbolischen Link auf die Datei an ... (*) nach obenPaketmanagerUnter Linux gibt es noch ein kleines Problem beim Installieren von Programmen: Viele Programme setzen bestimmte Bibliotheken voraus, damit sie laufen. Der Sinn ist folgender: Wenn Programm A
Bibliothek X installiert, braucht Programm B (welches auch Bibliothek X braucht) nicht auch noch Bibliothek X zu installieren. Das Dumme ist aber nun, weder Programm A noch B haben die Bibliothek dabei.
Außerdem ist es schwer bei Tausenden von Programmen den Überblickzu behalten, welche Versionen man installiert hat, ob alle Bibliotheken vorhanden sind ,... Aus diesem Grund wurden die Paketmanager
entwickelt. Sie haben eine Datenbank, in der steht, welche Programme installiert sind, welche Bibliothek zu welchem Programm gehören muß, was beim Update überschrieben werden darf ,...
Unter Linux gibt es hauptsächlich 2 Paketmanager-Formate: Das erste ist das DEB-Format von Debian, und das zweite ist das RPM (Red Hat Package Manager) von RedHat. Beide unterliegen
der GPL und sind beinahe identisch, aber RPM ist verbreiteter, unter anderem benutzen es Red Hat, SuSE, Caldera, Mandrake. DEB wird nur von Debian und Konsorten (Storm-Linux, Corel) benutzt, ist aber nicht schlechter sondern
zum Teil besser, zum Beispiel weiß DEB welche Pakete es installieren kann, ohne auf die CD zuzugreifen, da auch alle nicht installierten in der Datenbank stehen. Ich werde beide nur mal kurz ansprechen, das DEB-Format ist sowieso etwas schwierig zu verstehen. Noch ein Hinweis, Programme immer mit dem Paketmanager löschen, damit er nicht die Übersicht verliert. Die ganze Operationen mit den Paketmanagern sollte man sinvollerweise nur als root durchführen, du änderst ja dein System. Und noch ein Tip: Das Programm kpackage kann mit RPM und DEB (sowie SLACK, KISS, BSD) umgehen ;-))
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| --install bzw. -i | installiert das Paket (mit Fortschrittsanzeige) | rpm -ivh xpm-4.5-2.i386.rpm |
| --test | Modifier, besonders sinnvoll in Verbindung mit der Option -i, um ggf. Progbleme schon vor der Installation beseitigen zu können. (*) | rpm -i --test xpm-4.5-2.i386.rpm |
| --erase bzw. -e | löscht ein Paket | rpm -e xpm |
| --upgrade bzw. -U | vorhandenes Paket aktualisieren | rpm -U xpm-4.5-2.i386.rpm |
| --query bzw. -q | Anfrage an die Paket-Datenbank alle installierten Pakete anzeigen = wozu gehört die Datei mail.rc = |
rpm -qa rpm -qf /etc/mail.rc |
| dpkg --install | installiert/aktualisiert das Paket (als Datei) | dpkg --install xpm-4.5-2.i386.deb |
| apt-get install | installiert ein Paket aus der Datenbank | apt-get install xpm |
| apt-get remove | löscht ein Paket | apt-get remove xpm |
| apt-get update | Datenbank aktualisieren (neue Versionen) | apt-get update |
| apt-get upgrade | Alle Paket aktualisieren | apt-get -u upgrade |
| apt-cache search | Nach Paketen suchen | apt-cache search midnight |
| dpkg | alle installierten Pakete anzeigen = wozu gehört die Datei mail.rc = |
dpkg --list dpkg -S /etc/mail.rc |
Nun noch eine sehr schöne Sache zu DEB: Wenn du in der Datei /etc/apt/sources.list die #-Einträge vor den http-Servern entfernst, dann apt-get update und apt-get -u upgrade
durchführst, ist dein System komplett auf dem neuesten Stand, eine dicke Leitung ins Internet solltest du aber schon haben.
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Manchmal mußt du Programme im Quellcode komplilieren, und zwar dann, wenn es keine fertigen Pakete für deine Distribution gibt.
Der Ablauf ist meistens der selbe, einen typischen beschreibe ich an dieser Stelle. Für diesen Zweck habe ich ein nützliches Programm ausgesucht, bei dem du gleich auch einen Patch einspielen kannst: gnupg.
Gnupg ist ein freies PGP (Pretty Good Privacy), es dient zum sicheren Ver-/Entschlüsseln von Dateien. Es wird meist bei Emails angewandt.
Ich habe für dieses Beispiel die Dateien gnupg-1.0.4.tar.gz und gnupg-1.0.4.security-patch1.diff benutzt:
Auf der Download-Seite von gnupg sind die MD5 Checksummen angegeben, damit kannst du genau überprüfen, ob deine gedownloadeten Dateien korrekt sind:
#MD5 Summe ermitteln user@sonne> md5sum gnupg-1.0.4.tar.gz bef2267bfe9b74a00906a78db34437f9 gnupg-1.0.4.tar.gz
Ok, passt; nun das Programm entpacken:
#Entpacken user@sonne> tar -xzf gnupg-1.0.4.tar.gz /
Das hätten wir auch, nun kommt der Patch rein:
#Patch ins source-Verzeichnis kopieren user@sonne> cp gnupg-1.0.4.security-patch1.diff gnupg-1.0.4 user@sonne> cd gnupg-1.0.4 #Patch ausführen user@sonnegnupg-1.0.4> patch -p1 < gnupg-1.0.4.security-patch1.diff patching file g10/mainproc.c patching file g10/plaintext.c patching file g10/openfile.c
Ok, nun können wir endlich anfangen zu kompilieren. Dafür gilt unter Linux meist dieser Dreisatz:
./configure
make
make install.
Für make install mußt du natürlich root sein, da das Programm irgendwohin installiert sein will. Ohne make install kannst du das fertig kompilierte Programm nur im Kompilier-Verzeichnis ausführen.
Ein wichtiger Tip: Ein Blick in die Datei INSTALL ist immer sehr angebracht ! Dort stehen Details zum Installieren drin.Also los, zuerst ein ./configure, hierbei wird überprüft ob du alle Bibliotheken und sonst notwendige Software hast :
user@sonne gnupg-1.0.4> ./configure creating ./config.status creating Makefile creating intl/Makefile creating po/Makefile.in creating util/Makefile creating mpi/Makefile
Dein Bildschirm ist nun voll, und wenn irgendwo am Ende die makefiles erzeugt wurden, hat es geklappt. Ansonsten genau lesen, was der Fehler war. Meist fehlt eine Bibliothek (lib), diese besorgst du dir dann (;-)) und installiert diese, dann führst du ./configure erneut aus, bis es geht ...
Im nächsten Schritt, make, werfen wir endlich den Compiler an. Dieser Schritt kann bei lahmen Rechnern (< Pentium II) laaangeee dauern, nur so als Warnung :
#kompilieren user@sonne gnupg-1.0.4> make
Wenn ./configure keine Fehler hatte, dürften jetzt auch keine entstanden sein. Wie ein Blick in INSTALL zeigte (und hast du reingeguckt?) können wir die Installation testen:
user@sonne gnupg-1.0.4> make check
=================== All 24 tests passed ===================
Sehr schön, dein Programm (gpg) befindet sich übrigens im Verzeichnis g10. Damit es nun jeder nutzen kann, kommt make install zum Einsatz, als root:
#gnupg (gpg) fest installieren root@sonne gnupg-1.0.4> make install
Das wars es, nun kannst du gnupg (gpg) benutzen und deine Dateien und Emails verschlüsseln.
URL: http://www.tuxhausen.de/software_installieren.html
(*) Aktualisiert: Jörg Hopfe 1.12.2001