| Palm Anbindung an Linux | ||||||||||
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Nachdem ich jetzt auch Besitzer eines Palms (Palm m105) bin, möchte ich kurz beschreiben, was alles nötig ist, um einen Palm mit einem Linuxrechner zu synchronisieren. Es wird erklärt, wie ein Palm an die serielle Schnittstelle angebunden wird, wie man Programme auf den Palm lädt, und wie ein Backup erstellt wird.Inhalt
VoraussetzungenHardware
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| DOS | Linux |
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| COM1 | /dev/ttyS0 |
| COM2 | /dev/ttyS1 |
| COM3 | /dev/ttyS2 |
| COM4 | /dev/ttyS3 |
Nachdem das Device angelegt wurde, sollten nun noch die nötigen Rechte vergeben werden, dazu
geben sie als root folgendes ein:
user@sonne> chmod 666 /dev/pilot
Softwareseitig muss man das Paket pilot-link installieren, das den gängigsten
Distributionen beiliegt. Ist das Paket in Ihrer Distribution nicht enthalten, kann es von http://www.pilot-link.org/ herunter geladen werden.
Diese Sammlung von einzelnen Kommandozeilen-Programmen ist die Grundlage für die Kommunikation mit
PDAs unter Linux. Auch alle mir bekannten Frontends bauen auf eine funktionierende pilot-link-Installation
auf. Wenn Sie das Paket erfolgreich installiert haben, sollte noch die Umgebungsvariable PILOTRATE
gesetzt werden. Diese Umgebungsvariable enthält den Wert der Geschwindigkeit, mit welcher die Daten übertragen
werden. Die maximale Geschwindigkeit von 115.200 Baud sollte bei den meisten PCs keine Schwierigkeiten
machen. Sie können aber alle anderen Geschwindigkeiten (die auch der Palm unterstützt) eingeben. Standardmäßig
sind 9.200 Baud eingestellt.
Um die Umgebungsvariable zu setzen, geben Sie folgendes ein:
user@sonne> PILOTRATE=115200 user@sonne> export PILOTRATE
Als Nächstes muss dafür gesorgt werden, dass auch auf dem Palm
die richtige Geschwindigkeit eingestellt ist. Wählen Sie dazu
Einstellen, dann rechts oben Verbindung und daraufhin
unten die Option Direkt/Seriell. Nun wählen Sie bei Verbindungsmethode die Option Serial an PC und geht
auf Details. An dieser Stelle kann die Geschwindigkeit ausgewählt werden (z.B. 115.200).
user@sonne> pilot-xfer -lNun sollten wir eine Aufforderung bekommen, die Hotsync-Taste am Cradle zu drücken:
user@sonne> pilot-xfer -l Waiting for connection on /dev/pilot (press the HotSync button now)...Die Liste der installierten Programme wird angezeigt. Diese kann z.B. so aussehen:
arbeit@baitronic:~ > pilot-xfer -l Waiting for connection on /dev/pilot (press the HotSync button now)... Connected Reading list of databases in RAM... 'G200alarm' 'Datebk3DB' 'XMasterDB' 'BirthPrefs-Jmje' 'BirthDB-Jmje' 'MTroDB' 'AddressDB' 'DatebookDB' 'MailDB' 'MemoDB' 'ConnectionDB' 'NetworkDB' 'npadDB' 'ToDoDB' 'CalcDB-H-OpCl' 'CalcDB-OpCl' 'OmniRemote' 'Funcs' 'ToDoPLUSDrawingDB' 'ToDoPLUSSummaryDB' 'Eco Config' 'PilotPlot'
pilot-xfer -l Unable to bind to port '/dev/ttyS1'. (Please see 'man pilot-xfer' or 'pilot-xfer --help' for information on setting the port).
Das Programm soll nicht in allen Einzelheiten hier besprochen werden.
Wir wollen uns auf einige nützliche und oft verwendete Kommandos
konzentrieren.
Zunächst einmal ist es sinnvoll, ab und zu ein komplettes Backup seiner Daten zu erstellen,
damit z.B. bei einem Stromausfall (der Palm m105 arbeitet nicht mit Akkus!) nicht das
komplette Adressbuch neu erstellt werden muss.
Mit dem folgenden Kommando wird eine komplette Sicherung aller Programme
und Daten ins gewünschte Verzeichnis erstellt.
user@sonne> pilot-xfer -b /Pfad/zum/Backupverzeichnis
user@sonne> pilot-xfer -r /Pfad/zum/Backupverzeichnis
Der Befehl zum Installieren von Programmen auf dem Palm lautet:
user@sonne> pilot-xfer -i dateiname
Das Paket pilot-link bietet noch weitaus mehr Möglichkeiten.
Für einen Einstieg und die grundlegende Bedienung genügen
jedoch die hier beschriebenen Kommandos.
Ich möchte noch auf ein Frontend hinweisen, das ich selbst angestestet habe und mit dem ich recht zufrieden bin. Es heisst jpilot und ist unter http://www.jpilot.org/ zu haben. Dieses Programm ist NICHT (wie der Name vermuten lässt) in Java programmiert sondern wird mit dem Gtk entwickelt. Es bietet von sich aus die wichtigsten Funktionen, wie Terminkalender, Aufgaben, Merkzettel und Adressliste, und es ist durch Plugins erweiterbar. Unter http://innominate.org/kurth/jpilot-Mail/ ist ein Plugin für die Email-Unterstützung von jpilot erhältlich.
Die hier beschriebene Anbindung ist bei weitem nicht alles, was der Palm
in Zusammenhang mit Linux zu bieten hat. Es ist auch möglich, Palms
per USB anzuschließen, den Palm als serielles Terminal zu benutzen,
oder eine Peer-to-Peer-Verbindung herzustellen. Diese Anbindungen werden
u.a. im "PalmOS-PDAs an Linux via PPP-HOWTO" beschrieben, das unter
http://www.coling.uni-freiburg.de
/~schauer/resources/docs/visor-howto/palmos-pda-howto.html zur
Verfügung steht.