Die Namenserweiterung für Sicherheitskopien ist `~', wenn nicht mit --suffix oder der Umgebungsvariablen SIMPLE_BACKUP_SUFFIX etwas anderes eingestellt ist. Die Versionskontrolle kann mit --backup oder der Umgebungsvariablen VERSION_CONTROL gesetzt werden. Mögliche Werte sind:
GNU »tar« kann keine '--posix'-Archive lesen. Wenn die Umgebungsvariable POSIXLY_CORRECT gesetzt ist, sind GNU-Erweiterungen mit '--posix' nicht zulässig. Unterstützung für POSIX ist nur teilweise implementiert, rechne derzeit noch nicht damit!
ARCHIV kann DATEI, RECHNER:DATEI oder BENUTZER@RECHNER:DATEI sein; DATEI kann
eine Datei oder ein Gerät (z.B. ein Streamer) sein. Die Voreinstellung für _dieses_ »tar« ist '-f- -b20'.
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Optionen: |
| -[0-7][lmh] |
Laufwerk und Schreibdichte angeben. |
-A --catenate --concatenate |
»tar«-Dateien an ein Archiv anhängen |
-b --block-size=BLÖCKE |
BLÖCKE à 512 Bytes pro Record. |
-B --read-full-blocks |
Blockung beim Lesen ändern (für 4.2BSD "Pipes"). |
-c --create |
neues Archiv erzeugen. |
-C --directory=VERZEICHNIS |
zu VERZEICHNIS wechseln. |
-d --diff --compare |
Dateien im Archiv und im Dateisystem vergleichen. |
-f --file=ARCHIV |
Gerät oder Datei ARCHIV benutzen. |
-F --info-script=DATEI --new-volume-script=DATEI |
am Ende jedes Mediums das Skript DATEI ausführen (impliziert '-M'). |
-g --listed-incremental=FILE |
erzeugt eine Datei mit einer Liste der archivierten Verzeichnisse als Zeitmarke der Archivierung. Wenn die Datei bereits existiert, werden nur die Dateien archiviert, die nach dieser Zeitmarke erzeugt oder verändert wurden (spezielles GNU Format: 1. Zeile = Zeitmarke, 1. Feld = Nr. der Partition, 2. Feld = Inode des Verzeichnisses, 3. Feld = Name des Verzeichnisses). |
-G --incremental |
erzeugt am Anfang des Bandarchives einen speziellen Eintrag für jedes archivierte Verzeichnis. Spezielles GNU Format. |
-h --dereference |
Dateien statt symbolischer Links sichern. |
-i --ignore-zeros |
Blöcke mit Nullen im Archiv ignorieren (heißt EOF). |
-I --bzip2 |
Archiv mit »bzip2« (de)komprimieren. |
-k --keep-old-files |
verhindert das Überschreiben existierender Files beim Extrahieren aus einem Archiv. |
-K --starting-file=NAME |
mit NAME im Archiv beginnen. |
-l --one-file-system |
beim Erzeugen Dateisystem nicht wechseln. |
-L --tape-length=ZAHL |
Medium wechseln, wenn ZAHL KBytes geschrieben sind. |
-m --modification-time |
Änderungszeit beim Auspacken erhalten. |
-M --multi-volume |
mehrteiliges Archiv anlegen/listen/herausholen. |
-N --newer=DATUM --after-date=DATUM |
nur Dateien jünger als DATUM sichern. |
-o --old-archive --portability |
Archiv im »V7«-Format schreiben. |
-O --to-stdout |
schreibt die Dateien in die Standardausgabe. |
-p --same-permissions --preserve-permissions |
Zugriffsrechte beim Auspacken erhalten. |
-P --absolute-paths |
führende `/'-Zeichen in den Dateinamen erhalten. |
-r --append |
Dateien an das Archiv anhängen. |
-R --block-number |
Blocknummer innerhalb des Archivs mit jeder Meldung zeigen. |
-s --same-order --preserve-order --preserve |
zu entpackende Dateinamen wie im Archiv sortieren. |
-S --sparse |
GNU-Erweiterung, die eine effektive Speicherung kleiner Dateien (Dateien mit >>Löchern<<) ermöglicht. Diese Option sollte bei Systembackups immer verwendet werden. |
-t --list |
Inhalt eines Archivs anzeigen. |
-T --files-from=DATEI |
Namen der zu bearbeitenden Dateien aus DATEI lesen. |
-u --update |
nur Dateien anhängen, die jünger sind als ihre Archiv-Version. |
-U --unlink-first |
vor dem Extrahieren erst eine gleichnamige Zieldatei entfernen, falls vorhanden. Symbolische Links werden gelöscht. |
-v --verbose |
zu bearbeitende Dateien ausführlich listen. |
-V --label=NAME MUSTER |
Archiv NAME erzeugen Beim Anzeigen/Herausholen ist MUSTER ein regulärer Ausdruck. |
-w --interactive --confirmation |
Bestätigung für jede Aktion verlangen. |
-W --verify |
überprüft nach dem Schreiben die Korrektheit eines Archivs. |
-x --extract --get |
Dateien aus Archiv extrahieren. |
-X --exclude-from=DATEI |
Dateien überspringen, auf die in DATEI angegebene Muster passen. |
-z --gzip --ungzip |
Archiv mit »gzip« (de)komprimieren. |
-Z --compress --uncompress |
Archiv mit »compress« (de)komprimieren. |
| --atime-preserve |
Zugriffszeit beim Auspacken erhalten. |
| --backup[=TYP] |
das Überschreiben von Dateien beim Extrahieren verhindern. Es werden automatisch Backups der bestehenden Dateien angelegt.
| [=TYP] definiert die Art des verwendeten Backups: |
t numbered |
Unterscheidung durch das Anhängen einer (wachsenden) Nummer. |
nil existing |
numerierte Backups werden von dateien angelegt, von denen bereits numerische Versionen vorliegen. Sonst werden einfache Backups erzeugt. |
never simple |
immer einfache Backups anlegen. Dabei wird das in der $SIMPLE_BACKUP_SUFFIX Variablen definierte Suffix verwendet. Voreingestellt ist >>˜<<. |
Die Umgebungsvariable $VERSION_CONTROL steuert ebenfalls den verwendeten Backuptyp. Voreingestellt ist >>nil<<. |
| --checkpoint |
Verzeichnisnamen beim Lesen des Archivs zeigen. |
| --delete |
aus Archiv löschen (nicht auf Magnetbändern!). |
| --exclude=MUSTER |
Dateien überspringen, auf die MUSTER passt. |
| --force-local |
Archiv-Datei ist lokal, auch wenn der Name einen Doppelpunkt enthält. |
| --group=NAME |
Gruppe für hinzugefügte Dateien auf NAME setzen. |
| --help |
Hilfe anzeigen und «tar» beenden. |
| --ignore-failed-read |
unterdrückt das vorzeitige Abbrechen einer Aktion, wenn tar auf unlesbare Blöcke stösst. |
| --mode=RECHTE |
Zugriffsrechte für hinzugefügte Dateien auf RECHTE setzen. |
| --newer-mtime |
Datum und Zeit nur vergleichen, wenn sich der Datei-Inhalt geändert hat. |
| --no-recurse |
keine Verzeichnisse sichern. |
| --no-same-owner |
Eigentümer beim Auspacken auf Ausführenden setzen. |
| --no-same-permissions |
Keine Zugriffsrechte erhalten. |
| --null |
'-T' lies Null-terminierte Namen, verbiete '-C'. |
| --numeric-owner |
Zahlen für Benutzer bzw. Gruppen benutzen. |
| --overwrite |
Überschreiben vorhandener Dateiten beim Extrahieren. |
| --owner=NAME |
Eigentümer für hinzugefügte Dateien auf NAME setzen. |
| --posix |
POSIX-konformes Archiv schreiben. |
| --record-size=GRÖSSE |
GRÖSSE Bytes pro Record, Vielfaches von 512. |
| --remove-files |
löscht die Quelldateien, nachdem sie in das Archiv aufgenommen wurden. |
| --recursive-unlink |
mit der Angabe dieser Option können ganze Verzeichnisebenen entfernt werden. Die Option birgt entsprechende Risiken. |
| --rsh-command=BEFEHL |
statt «rsh» den BEFEHL benutzen. |
| --same-owner |
Eigentümer beim Auspacken erhalten. |
| --suffix=SUFFIX |
Sicherheitskopie vor dem Löschen, Namenserweiterung SUFFIX. |
| --totals |
geschriebene Bytes beim Schreiben des Archivs zeigen. |
| --use-compress-program=PROG |
Archiv durch PROG filtern (muss '-d' akzeptieren). |
| --version |
Versionsnummer anzeigen und «tar» benden. |
| --volno-file=DATEI |
Teil-Nummer in DATEI benutzen/aktualisieren. |
Um Dateien nur einfach (und einmalig) in einem tar-Archiv zu speichern, ist es notwendig, vor --append oder --update Operationen die älteren Versionen mittels --delete zu entfernen.
Dateien werden aus Archiven sequentiell entpackt. Dateien gleichen Namens, die später in das Archiv aufgenommen waren (und damit weiter hinten stehen), überschreiben beim Extrahieren bereits entpackte files.