ls - Dateien auflisten


ls listet den Inhalt von Verzeichnissen

Syntax: ls [-Option] <Pfad>

Beschreibung:

ls zeigt den Inhalt eines oder mehrerer Verzeichnisse und/oder Dateien an. Das Programm bietet einen (fast) follständigen Zugriff auf die Informationen der Inodes. Mehrspaltendarstellungen und farbige Unterscheidung von Dateitypen sind ebenso wie Sortierung nach Dateigrösse oder Modifikationszeiten möglich.
 

Anmerkungen:

Zeitangaben, die von ls ausgegeben werden, folgen einem bestimmten Prinzip: Sind die Einträge nicht älter als sechs Monate, existieren aber seit mindestens einer Stunde, dann wird die Jahreszahl durch die Uhrzeit ersetzt.

Standardmäßig werden keine Farben zum Unterscheiden der Dateitypen verwandt. Das ist das Equivalent zur Verwendung von »--color=none«. Verwendung der »--color« Option ohne das optionale WANN Argument ist equivalent zur Verwendung von »--color=always«. Mit »--color=auto« werden Farbkodes ausgegeben, wenn die Standardausgabe mit einem Terminal (tty) verbunden ist.

Optionen:

-a
--all
listet alle Einträge, auch versteckte (mit >>.<< beginnend) auf, zusätzlich das aktuelle (>>.<<) und das übergeordnete (>>..<<) Verzeichnis.
-A
--almost-all
Keine Anzeige der Verzeichnisse >>.<< und >>..<<.
-b
--escape
Ausgabe oktaler Repräsentation für nicht-druckbare Zeichen.
--block-size=Grösse Verwendung von Grösse großen Blöcken.
-B
--ignore-backups
Backup-Einträge, die mit >>~<< enden, nicht ausgeben.
-c
--time=ctime
--time=status

(ctime) sortieren der Ausgabe nach der letzten Statusänderung.

Wird das lange Ausgabeformat (-cl) gewählt, dann bezieht sich die dargestellte Zeitangabe auf die letzte Statusänderung.

-C Einträge mehrspaltig ausgeben.
--color[=WANN] Kontrolle, wann Farbe zum unterscheiden der Dateitypen eingesetzt wird. WANN kann »never«, »always« oder »auto« sein.
-d
--directory
Verzeichnis-Eintrag statt des Inhaltes anzeigen.
-D
--dired
Ausgabe für den »dired«-Modus im Emacs formatiert.
-f Nicht sortieren, -aU aktivieren, -lst deaktiviern.
-F
--classify
Ein Zeichen ( eines von * / = @ | ) zur Typisierung anhängen.
--format=WORT across -x, commas -m, horizontal -x, long -l, single-column -1, verbose -l, vertical -C
--full-time Sowohl volles Datum als auch volle Zeit anzeigen.
-g (ignoriert).
-G
--no-group
Ausgabe von Gruppen-Informationen unterdrücken.
-h
--human-readable
Ausgabe von Größen in Menschen-lesbarem Format (z.B. 1K, 234M, 2G).
-H
--si
wie »-h« aber mit 1000 statt 1024 als Teiler.
--indicator-style=WORT Anhängen eines Indiktors des Stiles WORT an Namen der Einträge: »none« (Standardvorgabe), »classify« (-F), »file-type« (-p).
-i
--inode
Ausgabe der Indexnummer statt des Dateinamen.
-I
--ignore=MUSTER
Implizierte Einträge, die auf das Muster MUSTER passen, nicht anzeigen.
-k
--kilobytes
wie --block-size=1024.
-l Verwendung eines langen Listenformates.
-L
--dereference
Anzeige der Einträge, auf welche symbolische Verknüpfungen zeigen.
-m Füllen der Breite mit einer durch Kommas getrennten Liste der Einträge.
-n
--numeric-uid-gid
Anzeige der numerischen UIDs und GIDs statt der Namen.
-N
--literal
Ausgabe der rohen Eintragsnamen (z.B. Kontrollzeichen nicht besonders behandeln).
-o Verwendung von langem Listenformat ohne Gruppen-Informationen.
-p
--file-type
Anhängen eines Zeichens zur Typisierung jedes Eintrages (eines aus »/ = @ |«).
-q
--hide-control-chars
Ausgabe von »?« statt nicht-druckbarer Zeichen.
--show-control-chars Anzeige von nicht-druckbaren Zeichen, wie sie sind (Standardvorgabe, außer wenn das Programm »ls« ist und Ausgabe in ein Terminal erfolgt).
-Q
--quote-name
Einschliessen von Eintrags-Namen in doppelte Anführungszeichen.
--quoting-style=WORT Verwendung des Stils WORT für Anführungszeichen: literal, shell, shell-always, c, escape.
-r
--reverse
Umgekehrte Reihenfolge beim Sortieren.
-R
--recursive
Rekursive Ausgabe von Unterverzeichnissen.
-s
--size
Ausgabe der Größe jeder Datei in Blöcken. Bei -S Nach Dateigröße sortieren.
--sort=WORT extension -X, none -U, size -S, time -t, version -v status -c, time -t, atime -u, access -u, use -u
--time=WORT Anzeige der Zeit als WORT statt der Änderungszeit: atime, access, use, ctime oder status. Verwendung der angegbenen Zeit als Sortierkriterium bei »--sort=time«.
-t Sortieren nach Änderungszeit.
-T
--tabsize=SPALTEN
Setzen der Tabstops auf alle SPALTEN Zeichen statt auf 8 Zeichen.
-u mit -lt: Sortieren nach und Anzeige von Zugriffszeit.
Mit -l: Anzeige von Zugriffszeit und sortieren nach Namen.
Sonst: Sortieren nach Zugriffszeit.
-U Nicht sortieren. Einträge in der Reihenfolge des Verzeichnisses auflisten.
-v Nach Version sortieren.
-w
--width=SPALTEN
Setzen der Bildschirmbreite.
-x Einträge in Zeilen statt in Spalten auflisten.
-X Alphabetisch nach der Erweiterung des Eintrages sortieren.
-1 Auflisten von einer Datei pro Zeile.
--help Anzeige der Hilfe und beenden.
--version Ausgabe der Versionsinformation und beenden.

Environment-Variablen:

$LS_OPTIONS enthält die voreingestellten Optionsparameter.
$LS_COLORS $LS_COLOURS steuern die Wirkung der Farboptionen (-o, -color,...). Diese Wirkung wird systemweit durch die Voreinstellungsdatei /etc/DIR_COLORS definiert. Anwender können diese Datei unter dem Namen .dir_colors in ihr HOME-Verzeichnis kopieren und dort modifizieren. Nach dem nächsten Login stehen die veränderten Voreinstellungen zur Verfügung.
$POSIXLY_CORRECT Wenn die Variable (auf der bash durch
$ export POSIXLY_CORRECT=true) gesetzt ist, bewirkt dies die POSIX-kompatible Formatierung und Darstellung der Ausgabe, indem zB. als Blockgrösse 512 Bytes anstelle der voreingestellten 1024 (1 kByte) zur Berechnung der Dateigrössen verwendet wird.
$COLUMNS stellt die Terminalbreite für die Formatierung der Terminalausgabe ein, s. Option -w.
$TABSIZE enthält die Anzahl der Leerzeichen, die für ein TAB gesetzt werden, s. Option -T.
Siehe auch:  chmod   dircolors   find   tree

Beispiele für die Nutzung des Programms:

Dateien im Verzeichnis incl. allen Unterverzeichnissen der Grösse nach sortiert ausgeben lassen:

user@sonne> ls -lR | sort +4nr

 

Versteckte Dateien im Verzeichnis anzeigen:

user@sonne> ls -a

 

Verzeichnisse anzeigen:

user@sonne> ls -ld | grep ^d

 

Verzeichnisse anzeigen, die mit 's' beginnen:

user@sonne> ls -ld s* | grep ^d

Autor: Omega-X