cat
cat gibt den Inhalt von (mehreren) Dateien aus.
Syntax: cat [-Option...] <Datei> ...
Syntax: cat [-Option...] <Datei> [-]

Beschreibung

cat liest beliebige Dateien (oder die Standardeingabe) und gibt die Daten in einem Strom (einer Datei) an die Standardausgabe weiter. Die Ausgabe kann in eine Datei umgelenkt werden. Mehrere Dateien werden durch cat zu einer zusammengefügt. Außerdem wird cat häufig benutzt, um Dateien an Programme zu übergeben, die nur von der Standardeingabe lesen. (Solche Programme werden im allgemeinen als Filter bezeichnet.) Für die Übergabe steht entweder die Ausgabeumlenkung der Shell mit ">" und ">>" zur Verfügung, oder die Ausgabe wird durch eine Pipeline | an den Filter weitergeleitet.
 


Anmerkungen:

Wenn als Dateiname "-" angegeben wird, liest cat von der Standardeingabe.

Für die Terminalausgabe sollten lieber Programme wie less oder more verwendet werden.

Bei System-V-kompatiblen Befehlsvarianten von cat wird die Option -s zur Unterdrückung von Fehlermeldungen (silent), welche generiert werden, wenn cat auf nicht existierende Dateien angewendet wird, eingesetzt. Die Linux-Version generiert in dem Fall stets eine Fehlermeldung in der Form:

cat: nicht existierende Datei: No such file or directory.

Optionen:
-A
--show-all
entspricht der Option -vET
-E
--show-ends
(ends) gibt ein $ Zeichen am Ende jeder Zeile aus
-T
--show-all
(tabs) die tab werden als ^I angezeigt
-b
--number-nonblank
alle nicht leeren Zeilen erhalten eine Zeilennummer, beginnend mit 1
-e das gleiche wie -vE
-n
--number
sämtliche Zeilen werden mit 1 beginnend nummeriert
-s
--squeeze-blank
reduziert mehrere leere Zeilen in Folge zu einer einzigen
-t das gleiche wie -vT
-u (unbufferd) ignoriert, System-V-Variantem dieses Befehls geben die Dateien ungepuffert an die Standardausgabe.
-v
--show-nonprinting
 
 
für nicht darstellbare Zeichen werden Ersaztzeichen in den Ausgabestrom eingefügt. Ctrl+x wird dann als ^X dargestellt. Die Zeichen LF und TAB werden nicht ersetzt.

Zeichen mit Codes über 127 (also gesetzten 8. Bit) werden durch ihre 7-Bit-Entsprechungen, aber mit dem Prefix M- weitergeleitet.

--help Hilfe
--version Programmversion

Siehe auch:   less    more  nl   tac


Beispiele für die Nutzung des Programms:

Aktuelle Mountpunkte ermitteln:

user@sonne> cat /proc/mounts

Cache und Buffer ermitteln:

user@sonne> cat /proc/slabinfo

CPU-Infos:

user@sonne> cat /proc/cpuinfo

Datei mit less öffnen, die im Namen Sonderzeichen enthält:

user@sonne> cat -v Dateiname | less

Datum, Uhrzeit, Alarm, Batterie-Status ermitteln:

user@sonne> cat /proc/rtc

Device ermitteln:

user@sonne> cat /proc/devices

DMA-Info:

user@sonne> cat /proc/dma

FileSystem-Info:

user@sonne> cat /proc/filesystems

Gebooteten Kernel ermitteln:

user@sonne> cat /proc/cmdline

Größe der Partitionen ermitteln:

user@sonne> cat /proc/partitions

Kernel- und Linux-Version ermitteln:

user@sonne> cat /proc/version

Module-Info:

user@sonne> cat /proc/modules

Passwortdatei einsehen:

user@sonne> cat /etc/passwd

PCI-Beschreibung:

user@sonne> cat /proc/pci

Prozessorstatus ermitteln:

user@sonne> cat /proc/stat

Speicherauslastung (RAM, SWAP...):

user@sonne> cat /proc/meminfo

Speichergröße und -Belegung ermitteln:

user@sonne> cat /proc/memstat

SWAP-Infos:

user@sonne> cat /proc/swaps

Text an Datei anhängen. 2.txt wird an 1.txt angehängt:

user@sonne> cat 2.txt >> 1.txt

Verwendete I/O-Ports ermitteln:

user@sonne> cat /proc/ioports

Verwendeten IRQ's ermitteln:

user@sonne> cat /proc/interrupts

Autor: Omega-X, Datum: 19.08.2001